Sicherheit im Katzenhaushalt:

Fenstersturz:
Eine der häufigsten oft tödlichen Unfallgefahren für unsere Stubentiger sind ungesicherte Fenster und Balkone. Was oft jahrelang gut geht, wird der Katze eines Tages zum Verhängnis: ein vorbei fliegernder Vogel reizt die Katze zum unüberlegten Sprung und das Unglück ist passiert.
Auch das Tierschutzgesetzt schreibt dem Katzenhalter die Sicherung von Fenstern und Balkonen vor, wenn die Gefahr von Fenstersturz besteht.
Zahlreiche Firmen bieten Katzennetzte oder Gitter zur Sicherung von Fenstern und Balkonen an, hier als Beispiel zwei Links, im Internet findet man noch mehr dazu:
www.katzennetz.de
www.katzengitter.org

Kippfenster:
Eine der größten Gefahren für Katzen sind gekippte Fenster oder Balkontüren: versucht eine Katze durch den seitlichen Spalt zu springen und bleibt stecken, rutscht sie beim Versuch sich zu befreien noch tiefer in den Spalt und klemmt sich so die Blutgefäße und Nerven ab. Findet man sie noch lebend, stirbt sie oft nach wenigen Tagen dennoch unter großen Schmerzen an Thrombosen oder bleibt gelähmt.
Diese Unfallursache kommt leider so häufig vor, dass die daraus resultierenden Verletzungen einen eigenen Namen haben: Kippfenstersyndrom
Sie können ganz leicht Ihre Fenster mit Kippschutzgitter oder Kippschutzbegrenzer sichern.
www.katzennetz.de

Halsbänder: sind eine ernstzunemende Gefahr für Katzen, sie können damit irgendwo hängen bleiben und sich strangulieren, immer wieder finden Tierschutzorgas auch Katzen die mit einer Pfote durch das Halsband geschlüpft sind und schwerste Verletzungen durch das eingewachsene Halsband an Hals und Achsel haben. Ganz schlimm sind dann auch die Glöckchen die machen den Katzen aufs Halsband hängen, das ständige Bimmeln ist für die empfindlichen Katzenohren die reinste Qual.

Heizkörper-Abdeckungsgitter: immer wieder kommt es hier zu schweren Unfällen, Katzen können mit den Zehen in die Schlitze des Gitters rutschen und sich die Zehe brechen oder Krallen ausreissen, nicht selten ist die Folge dann eine Zehen Amputation. Einfach sichern kann man den Heizkörper mit einem feinen Gitternetz das man über das Abdeckgitter spannt, oder man montiert ein Holzbrett knapp über dem Heizkörper, oder legt ein Handtuch über das Gitter und fixiert es mit einer Heinungsliege.

Freigang:
ein oft heiß diskutiertes Thema ist, ob man einer Katze ungesicherten Freigang gewähren kann, oder sie lieber in der Wohnung halten soll.
Gefahren beim ungesicherten Freigang sind unter anderem Autos, Jäger, Verletzungen durch Hunde, Marder, tödliche Vergiftungen durch z.B. Schneckenkorn, Diebstahl, Tierquäler, Ertrinken in Regentonnen oder Swimmingpools, Infektion mit teils tödlichen Krankheiten wie FIV, FeLV durch den Kontakt zu Streunern und vieles mehr.
Eine andere Möglichkeit ist der gesicherte Freigang: durch ein Katzennetz oder Gehege geschützt, kann die Katze ohne die Gefahren eines ungesicherten Freigangs ein Stück Natur genießen. Bitte die Katze nur in ein durch Netz gesicherten Garten lassen, wenn man daheim ist! Die Katze kann sich im Netz verheddern und kann sich dann nicht selbst befreien! Ein Freigehege ist nur unter Aufsicht sicher!!! Hier mein gesicherter Garten und meine Loggia.
Weitere Ideen zur Sicherung Ihres Gartens finden Sie z.B. hier:
www.katzennetz.de
www.katzenforum.at

zuschlagende Türen:
durch Windzug oder selber unbedacht verursacht können zuschlagende Türen (oder Fenster) eine noch im letzten Moment hindurchlaufende Katze erwischen, daher bitte Türstopper verwenden.

Giftpflanzen:
Viele Katzen neigen dazu an Pflanzen zu knabbern, was ihnen bei giftigen Pflanzen wie Weihnachtsstern zum Verhängnis werden kann.
Hier Links zu Listen mit giftigen Pflanzen:
www.botanikus.de
www.katzenfreund.com
www.katze-und-du.at

Wollfäden, Geschenksbänder, Lametta:
So niedlich es ist, einer Katze beim Spielen mit Bändern zuzusehen, es kann für die Katze tödlich enden. Frisst sie die Bänder, kann sich der Darm daran "auffädeln" und durchbrechen, die Katze verendet, oft trotz Tierarzt oder Tierklinik.

Einkaufstaschen, Papiersäcke:
Katzen lieben es, in leere Papiersäcke zu kriechen. Vorsicht ist jedoch bei den Tragegriffen geboten: Katzen können hineinschlüpfen und sich verheddern, Strangulierungsgefahr! Daher immer die Griffe durchschneiden, bevor sie Ihrer Katze einen Papiersack zum Spielen überlassen.

Waschmaschine, Trockner:
Leider neigen Katzen dazu, sich in Höhlen zu verkriechen, so auch Waschmaschinen und Trockner. So kam es schon zu tödlichen Unfällen, wenn das Gerät ohne vorherige Kontrolle in Betrieb genommen wurde, bitte IMMER kontrollieren, bevor Sie das Gerät starten!

Spielangeln, Gummibänder mit Spielzeug:
Spielangeln und Gummibänder bitte nie unbeaufsichtigt liegen lassen, Gummibänder mit Spielmaus z.B. an Kratzbäumen lieber abschneiden. Katzen können sich beim wilden Spielen verheddern, im besten Fall nur ein Bein, oder aber auch den Hals.

Putzmittel, Medikamente, etc.
sollten für Kinder wie Katzen unerreichbar aufbewahrt werden, Vergiftungsgefahr!